Fundstück der Woche: 40 Jahre alte Ausbildungskampagne der Arbeitsagentur

Hier kommt das nächste Fundstück der Woche! Diesmal handelt es sich um eine Veröffentlichung der damaligen Bundesanstalt für Arbeit (heute besser bekannt als Arbeitsagentur) zur beruflichen Orientierung von Jugendlichen. Die Platte ist schätzungsweise 1976 oder 1977 veröffentlicht worden – also mittlerweile etwas über 40 Jahre alt – und war Teil der Kampagne „Jugend und Arbeit“. Bereits bei meinem letzten Fundstück konnte ich mit dem LBS-Hit für Berufsstarter ein Relikt des Schülermarketings vergangener Tage ausfindig machen.

 

 

Nicht ruh’n. Was tun.

Musikalisch hält sich meine Begeisterung für diese Platte, die im Stile eines Gunter Gabriel daher kommt, in Grenzen. Inhaltlich sinnvoll war sie zu der Zeit vermutlich schon. Schließlich war der Arbeitsmarkt noch kein Bewerbermarkt so wie heute und es gab einen Mangel an Ausbildungsplätzen. Arbeitgeber konnten aus der geburtsreichen Baby Boomer Generation aus dem vollen Schöpfen.

Auf dem Cover der Schallplatte heißt es daher: „In den letzten Jahren haben sich für junge Menschen bei der Suche nach Ausbildungsstellen und Arbeitsplätzen neue Probleme ergeben. Die Arbeitsämter bemühen sich, Ihnen bei der Bewältigung auch dieser Schwierigkeiten zu helfen. Diese Schallplatte informiert über Möglichkeiten, die Sie haben, um das Beste aus Ihrer beruflichen Zukunft zu machen. Hören Sie sich die Schallplatte mal an. Sprechen Sie auch mit Ihren Freunden und Eltern darüber.“

5 Tipps für bessere Startchancen

Auf der Platte erhalten Jugendliche außerdem fünf Tipps, wie sie ihre Startchancen in den Beruf verbessern konnten und teilweise heute immer noch können:

  • Tipp 1: Schulnoten verbessern
  • Tipp 2: Mit der Berufswahl beschäftigen
  • Tipp 3: Frühzeitig bei der Berufsberatung melden
  • Tipp 4: Sofort bewerben
  • Tipp 5: Berufsberater unterrichten, sobald es geklappt hat

„Erster Schritt zur Selbsthilfe: Der Weg zum Arbeitsamt!“

Empfohlenes Infomaterial wie die Zeitschrift Beruf Aktuell, gibt es heute nach wie vor. Die Berufsberatung hat ebenfalls noch eine hohe Relevanz bei der Berufsorientierung,  auch wenn es hierzu mittlerweile eine Vielzahl weiterer Angebote wie Ausbildungsmessen oder Veranstaltungen in Schulen oder von Arbeitgebern gibt. Außerdem beginnt jede Suche nach einem Ausbildungsplatz heute wohl eher im Internet. Spannend in diesem Kontext ist der kürzlich veröffentlichte Beitrag von Alexander Hohaus zu den Ergebnissen einer Schülerbefragung der apobank. Nichtsdestotrotz finde ich es spannend zu beobachten, wie sich das Thema Ausbildung und Berufsorientierung in den letzten 40 Jahren verändert hat. Oder auch nicht.

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